Das Innovationstempo nimmt zu. Der Druck, frühzeitig passende Antworten auf die Anforderungen des Marktes zu geben, wächst. Sowohl im Automotive- wie im Off-Highway-Bereich. Deswegen hat Thomas im November ein globales Innovation Team ins Leben gerufen. Seit dem Start seiner operativen Arbeit im Februar konnte das Team bereits erste Erfolge verzeichnen.
Elektrifizierung, zunehmend globale Märkte, steigende Kundenanforderungen und nicht zuletzt die wachsende Konkurrenz durch neue Marktteilnehmer – viele Trends führen industrieweit dazu, dass auf eine Innovation immer schneller die nächste folgt. Wichtig ist, sich als Unternehmen so aufzustellen, dass man die Geschwindigkeit mitgehen und weiterhin die Nase vorn haben kann. So, wie Thomas mit seinem neu gegründeten International Innovation Team.

„Im heutigen Marktumfeld ist es wichtig, Innovationen schneller zur Marktreife zu bringen“, erklärt Mark Jankowski, Global Innovation Engineering Manager bei Thomas USA. Er leitet das im November gegründete und international aufgestellte Team und weiß: „Unser Ziel ist es, Kundenanforderungen frühzeitig zu verstehen und diese gezielt in die Entwicklung einfließen zu lassen. So können wir Innovationen noch stärker an den Bedürfnissen unserer Kunden ausrichten“.
Mark Jankowski,
Global Innovation Engineering Manager
Das International Innovation Team und die Vorentwicklung verfolgen unterschiedliche, aber eng miteinander verbundene Ansätze. Während die Vorentwicklung technologische Entwicklungen und übergreifende Technologietrends analysiert, konzentriert sich das International Innovation Team auf Markt- und Produkttrends sowie konkrete Kundenanforderungen. Ziel ist es, bestehende Technologien frühzeitig in praktische Lösungen für reale Anwendungen zu überführen.
International vernetzt
Bei der Ideenfindung und Innovationsbeschleunigung fungiert das Team als Bindeglied zwischen den Märkten, den Kunden, der Entwicklung und der Produktion. Das Team vereint Experten aus den USA, China und Deutschland mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten. Hinter ihnen steht ein starkes Netzwerk aus erfahrenen Kolleginnen und Kollegen, das einen über Jahrzehnte gewachsenen Erfahrungsschatz aus Entwicklung, Anwendung und Produktion vereint.
Von ersten Konzepten über 3D-Druck und Musterfertigung bis hin zu funktionsfähigen Prototypen deckt das Team die gesamte Bandbreite der Prototypenentwicklung ab. Dabei kann es auf die enge Zusammenarbeit mit dem Prototypenbau und weitere Fachbereiche bei Thomas zurückgreifen. So werden Ideen in kurzer Zeit zu greifbaren Lösungen.
Der Austausch zu Ideen und Projekten erfolgt über zentrale Teams-Kanäle, ergänzt durch spezialisierte Plattformen für Hardware- und Softwarethemen. Gleichzeitig steht das Innovation Team in engem Kontakt mit internationalen Kolleginnen und Kollegen in den USA, Deutschland und China.
Wenn sich die Zeitzonen über drei Kontinente erstrecken, verschwimmen klassische Arbeitszeiten schnell: Während in Deutschland der Tag endet, beginnt er an anderer Stelle gerade erst. Späte Abendtermine oder Meetings mitten in der Nacht gehören daher zum Alltag – nicht aus Gewohnheit, sondern aus Überzeugung, denn echte Innovation entsteht dort, wo alle Perspektiven zur gleichen Zeit zusammenkommen.
Erstes Projekt, erster Erfolg: der Dual Coil Actuator
Wie gut das funktionieren kann, zeigt schon das erste Projekt des Teams: der Dual Coil Actuator. Die Idee hinter dem Produkt war nicht neu. Die Herausforderung bestand darin, das Konzept in kurzer Zeit zu einer praxistauglichen Lösung für konkrete Kundenanforderungen weiterzuentwickeln.
Für das frisch gegründete Team war das Projekt gleichzeitig die erste Bewährungsprobe. Innerhalb weniger Wochen entwickelte das Team ein erstes Konzept. Dabei brachte das Team Kompetenzen aus Software, Hardware und Mechanik zusammen, führte Simulationen durch und koordinierte den gesamten Entstehungsprozess – von der Systemarchitektur über die Konstruktion bis hin zum gemeinsam mit dem Thomas-Prototypenbau realisierten Prototypen.
Bei alldem hatte das Team bereits eine spezielle Anwendung eines wichtigen Kunden im Blick. Frühzeitig ging es in den Austausch mit dem Kunden und sorgte dafür, dass dessen Anforderungen in die Entwicklung einflossen. Aspekte wie Kosten, Zeitplan, Funktionalität und Cybersecurity wurden von Anfang an berücksichtigt. So entstand keine Lösung auf Vorrat, sondern ein Produkt, das gezielt auf einen konkreten Anwendungsfall ausgerichtet war.
Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: „Der Kunde sagte uns recht bald, wir seien seiner internen Entwicklung deutlich voraus. Seitdem nutzt er unseren Dual Coil Actuator für weitere Tests und die Weiterentwicklung seiner Anwendung. Das zeigt uns, dass wir mit unserem Ansatz den richtigen Weg eingeschlagen haben“, erinnert sich Mark Jankowski.
Für das International Innovation Team war diese erste Bewährungsprobe ein wichtiger Meilenstein. Sie zeigte, wie schnell aus einer Idee ein konkreter Lösungsansatz für reale Kundenanforderungen entstehen kann, wenn unterschiedliche Kompetenzen zusammenkommen und die Entwicklung konsequent an den Bedürfnissen des Kunden ausgerichtet wird.
Kultur des Scheiterns ist Schlüssel zum Erfolg
Dass es nicht immer so optimal laufen kann, liegt auf der Hand. Doch das muss es gar nicht. Denn Scheitern gehört zur Weiterentwicklung dazu. Innovation benötigt Freiräume, um Neues auszuprobieren. Entsprechend ist das International Innovation Team ein „Safe Space“, in dem man keine Angst vor Fehlern haben sollte oder davor, dass eine Idee nicht funktioniert.
Das hilft dabei, vorbehaltlos und ohne Scheuklappen neue Themen anzugehen. Gleichzeitig schafft dieser Freiraum die Möglichkeit, neue Märkte, Anwendungen und Kundenanforderungen frühzeitig in den Blick zu nehmen. Eine Priorität ist beispielsweise, die globalen Märkte besser zu verstehen und die lokalen Kundenbedürfnisse schneller zu erkennen. Insbesondere China steht im Fokus mit seinen hohen Erwartungen an Funktionalität und Kosten. Zwei spezielle Projekte mit voraussichtlich hoher Relevanz für diesen Markt werden bald starten.
Die Themen, mit denen sich das Team beschäftigt, ergeben sich dabei direkt aus den Anforderungen der Märkte und Kunden. Aktuell reichen sie von autonomen Maschinen über Elektromechanik bis hin zu alternativen Energien und neuen Mobilitätslösungen.

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Jeder Kunde hat andere Anforderungen. Unsere Aufgabe ist es, diese früh zu verstehen und daraus die passende Lösung zu entwickeln. Wenn uns das gelingt, schaffen wir echten Mehrwert für unsere Kunden und zeigen, was Thomas als innovativer Technologiepartner leisten kann.












