Partner auf Augenhöhe

Forschungsinstitute und die Vorentwicklung von Thomas

Produkte von morgen werden heute gemacht. Doch was ist mit Technologien von übermorgen und darüber hinaus? Sie zu entdecken, ihr Potenzial zu ermitteln, Ideen und Konzepte zu entwickeln: Das ist Aufgabe der Vorentwicklung bei Thomas. Dazu arbeitet sie eng mit Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen.

Potenziale erkennen

Die Weiterentwicklung der Technik vollzieht sich immer schneller, der Innovationsdruck ist hoch – und oft konkurrieren eine Vielzahl auf den ersten Blick aussichtsreicher Ideen miteinander. Aber: Nur, weil etwas neu ist, setzt es sich noch nicht durch, denn nicht jede Neuerung ist für jedes Wettbewerbsumfeld geeignet. Umso wichtiger ist es für Unternehmen im Hightech-Umfeld, innovative Technologien frühzeitig zu identifizieren und ihr Potenzial realistisch einzuschätzen.

Zehn Jahre Vorentwicklung in Dresden

Thomas hat vor mehr als zehn Jahren das Herdorfer Team mit einem Vorentwicklungsbüro in Dresden erweitert. Das standortübergreifend aufgestellte Vorentwicklungsteam beobachtet die Forschungs- und Technologielandschaft, analysiert Trends und empfiehlt, mit welchen technischen Möglichkeiten sich Thomas befassen sollte. Basierend auf der Produktstrategie leiten sie notwendige Technologien ab und bereiten diese vor, lange bevor sie Einzug in konkrete Produkte halten.
„Innovation darf man nicht dem Zufall überlassen“, erklärt Matthias Krug, Director Advanced Engineering & Simulation bei Thomas. „Im Gegenteil: Nur, wenn man die Chancen und Risiken neuer Technologien früh und systematisch bewertet, hat das Unternehmen eine valide Grundlage für seine Innovationsentscheidungen. Fehlinvestitionen wird vorgebeugt und Thomas kann rechtzeitig in die Entwicklung der Produkte einsteigen, deren Machbarkeit bewiesen wurde.“

Chancen maximieren, Risiken minimieren

Mit der reinen Chancen- und Risikobewertung sowie Machbarkeitsanalyse ist der Job der Vorentwicklung aber nicht getan. Die Kolleginnen und Kollegen entwickeln zudem erste Ansätze und Ideen für zukünftige Produkte – von Grobkonzepten über Funktionsmuster bis hin zu technischen Entwürfen. Hierzu bringen sie Experten aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen vom Standort Herdorf an einen Tisch, arbeiten eng mit Strategie, Produktmanagement, Forschung und Lieferanten zusammen. Damit neue Ideen von Anfang an im passenden Kontext diskutiert und ausgearbeitet werden.

Aktiver Partner der Forschung

Von großer Bedeutung für die Arbeit der Vorentwicklung ist ihre Einbindung in die Forschungslandschaft. Insgesamt bestehen Verbindungen zu 9 Universitäten und oftmals angegliederten Forschungsinstituten und 3 Verbänden. Teils ist Thomas sogar als Partner in wegweisende und staatlich geförderte Zukunftsprojekte eingebunden.
Von Anfang an übte die Vorentwicklung beispielsweise den engen Schulterschluss mit der zum Büro nahegelegenen TU Dresden. Gemeinsam betreibt man Grundlagenforschung über Rohmaterialien mit magnetischen Eigenschaften, die in zukünftige Prototypen von Off-Highway Solutions und Mobility Solutions einfließen könnte. Zudem ist ein wesentliches Ziel, das Systemverständnis zu verbessern: welche Effizienzsteigerungen erreichen Thomas Produkte im Kundensystem? Die Vorentwicklung engagiert sich zudem in Projekten mit dem Construction Future Lab (CFLab), einer unabhängigen, gemeinnützigen Forschungs- und Entwicklungseinrichtung, die 2022 von der TU Dresden gegründet wurde und sich gemeinsam mit Industriepartnern auf die Digitalisierung und Automatisierung im Bauwesen konzentriert – Stichwort „Bauen 4.0“. Das Aktuelle Projekt Fluid 4.0 wurde auf dem diesjährigen Internationalen Fluidtechnischen Kolloquium (IFK) in Aachen vorgestellt, wie auch das Maha Institute der Purdue University die Ergebnisse der Zusammenarbeit mit Thomas präsentiert. Darüber hinaus findet im September 2026 die Maha Fluid Power Conference statt, auf der Thomas einen Vortrag halten und mit einem eigenen Stand präsent sein wird.
Gemeinsam mit dem Maha Institute richtet die Vorentwicklung besonderes Augenmerk auf die Pumpenentwicklung. Und schließlich besteht eine bewährte Partnerschaft im Bereich elektromotorische Antriebe mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden.

Lange Liste von Partnern

Diese Liste ließe sich lange fortschreiben. Weitere Kooperationen gibt es beispielsweise mit der Auto Mobil Forschung Dresden GmbH (AMFD) im Bereich Fahrwerke und mit der RWTH Aachen im Bereich Off Highway und Industriehydraulik. Damit nicht genug, ist sie Mitglied im Forschungsfond Fluidtechnik und in der Forschungsvereinigung Baumaschinen & Baustoffanlagen e.V. des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. und nimmt regelmäßig an Fachtagungen, Konferenzen und projektbegleitenden Arbeitskreisen teil.



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